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Wie skaliert man Fernüberwachung für mehrere Standorte gleichzeitig?

vor 1 Woche
Knowledge Base
Industrieanlagen mit Windturbinen und Umspannwerken, verbunden durch leuchtende Datenleitungen zu einem Laptop im Vordergrund.

Fernüberwachung für mehrere Standorte lässt sich skalieren, indem Sie eine zentrale Cloud-Plattform einsetzen, die alle Standorte über standardisierte Protokolle anbindet und Daten in einer einheitlichen Oberfläche zusammenführt. Der Aufwand pro neuem Standort sinkt dabei mit jedem weiteren Anschluss, weil Konfigurationen, Benutzerrechte und Alarmregeln wiederverwendet werden können. Die folgenden Fragen zeigen Ihnen, worauf es bei der Planung und dem Betrieb eines standortübergreifenden Monitoring-Systems ankommt.

Ab wann lohnt sich eine zentrale Überwachungsplattform für mehrere Standorte?

Eine zentrale Überwachungsplattform lohnt sich ab dem Moment, in dem Sie mehr als einen Standort betreiben und Betriebsdaten manuell zusammenführen oder für jeden Standort separate Werkzeuge pflegen müssen. Bereits ab zwei bis drei Standorten überwiegen die Vorteile einer gemeinsamen Lösung gegenüber dem Aufwand für parallele Einzellösungen deutlich.

Der eigentliche Mehrwert liegt nicht nur in der Anzahl der Standorte, sondern in der Art der Aufgaben. Sobald Sie regelmäßig Betriebszustände vergleichen, Wartungseinsätze koordinieren oder Alarme standortübergreifend auswerten möchten, stoßen isolierte Lösungen schnell an ihre Grenzen. Techniker fahren unnötige Wege, weil sie den Anlagenzustand nicht vorab prüfen können. Berichte entstehen manuell aus mehreren Quellen. Abweichungen bleiben unbemerkt, weil kein einheitlicher Blick auf alle Anlagen möglich ist.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist der Einstieg heute einfacher als früher. Cloud-basierte Plattformen mit flexiblen Abonnements ermöglichen es, klein anzufangen und das System schrittweise auf weitere Standorte auszuweiten, ohne hohe Anfangsinvestitionen oder langfristige Verpflichtungen eingehen zu müssen.

Welche technischen Voraussetzungen braucht man für standortübergreifendes Monitoring?

Für standortübergreifendes Monitoring benötigen Sie an jedem Standort eine Steuerung oder ein Gateway mit Internetanschluss sowie eine Software-Komponente, die die lokalen Daten sicher in die Cloud überträgt. Eine feste IP-Adresse, offene Firewall-Ports oder ein VPN sind bei modernen Cloud-Lösungen in der Regel nicht erforderlich.

Die minimalen Voraussetzungen pro Standort sind überschaubar:

  • Ein Internetanschluss, auch über Mobilfunk möglich
  • Eine Steuerung (SPS) oder ein kompatibles Gateway als Datenpunktquelle
  • Ein Cloud-Adapter, der auf der Steuerung oder einem lokalen Rechner läuft
  • Keine eingehenden Verbindungen in der Firewall notwendig

Besonders relevant ist die Frage der Bandbreite. Moderne Übertragungsprotokolle sind so optimiert, dass selbst langsame Mobilfunkverbindungen ausreichen. Pro Datenpunkt fallen durchschnittlich nur wenige Megabyte pro Monat an, was den Betrieb auch an abgelegenen Standorten ohne Festnetzanbindung wirtschaftlich macht. Fällt die Verbindung kurzzeitig aus, speichert der Adapter die Daten lokal zwischen und synchronisiert sie automatisch, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist.

Wie verbindet man Steuerungen verschiedener Hersteller in einem System?

Steuerungen verschiedener Hersteller verbinden Sie über einen Cloud-Adapter, der mehrere Industrieprotokolle gleichzeitig unterstützt. Dieser Adapter fungiert als universelles Gateway und übersetzt herstellerspezifische Protokolle in ein einheitliches Format, das die zentrale Plattform verarbeiten kann.

Gängige Protokolle, die in der Praxis nebeneinander vorkommen, sind unter anderem:

  • OPC-UA und Modbus für herstellerübergreifende Kommunikation
  • Siemens TCP für Siemens-Steuerungen
  • Beckhoff ADS für Beckhoff-Systeme
  • EtherNet/IP für Rockwell- und Allen-Bradley-Geräte
  • BACnet für Gebäudeautomation
  • MQTT für IoT-Geräte und Edge-Systeme
  • M-Bus für Zähler und Messgeräte

In der Praxis bedeutet das: Sie müssen keine einheitliche Steuerungslandschaft aufbauen, bevor Sie mit der Fernüberwachung beginnen. Bestehende Anlagen mit unterschiedlicher Hardware können parallel angebunden werden. Darüber hinaus lassen sich Datenpunkte aus verschiedenen Steuerungen miteinander verknüpfen, sodass beispielsweise ein Ausgangswert einer SPS als Eingangswert einer anderen SPS an einem anderen Standort genutzt werden kann, unabhängig davon, ob die Geräte im selben Gebäude oder räumlich getrennt sind.

Was passiert mit den Daten, wenn die Verbindung zu einem Standort ausfällt?

Wenn die Verbindung zu einem Standort ausfällt, speichert der Cloud-Adapter die anfallenden Messdaten lokal auf der Steuerung zwischen. Sobald die Verbindung wiederhergestellt ist, werden die zwischengespeicherten Daten automatisch synchronisiert, sodass keine Datenlücken in der Aufzeichnung entstehen.

Dieses Verhalten ist besonders wichtig für Anlagen, bei denen lückenlose Protokollierung vorgeschrieben ist oder bei denen Trendanalysen auf vollständigen Zeitreihen basieren. Ein kurzer Verbindungsausfall, etwa durch Wartungsarbeiten am Router oder eine instabile Mobilfunkverbindung, führt nicht zu Datenverlust.

Parallel dazu sollten Sie Ihr Alarmsystem so konfigurieren, dass ein Verbindungsausfall selbst als Ereignis behandelt wird. Verantwortliche Mitarbeiter können per E-Mail, Push-Benachrichtigung, SMS oder Sprachanruf informiert werden, wenn ein Standort nicht mehr erreichbar ist. So erkennen Sie Kommunikationsprobleme frühzeitig und können reagieren, bevor ein längerer Ausfall unbemerkt bleibt.

Wie verwaltet man Benutzerrechte und Zugriffe über viele Standorte hinweg?

Benutzerrechte über viele Standorte hinweg verwalten Sie über eine rollenbasierte Zugriffskontrolle in der zentralen Plattform. Sie legen fest, welcher Benutzer welche Standorte sehen, welche Daten er abrufen und welche Aktionen er ausführen darf, ohne für jeden Standort separate Zugangssysteme pflegen zu müssen.

In der Praxis empfiehlt sich folgende Struktur:

  • Globale Administratoren haben Zugriff auf alle Standorte und können Benutzer anlegen sowie Rechte vergeben.
  • Standortverantwortliche sehen nur die Anlagen, für die sie zuständig sind, und können dort Einstellungen vornehmen.
  • Servicetechniker erhalten temporären oder dauerhaften Lesezugriff auf relevante Datenpunkte, ohne Konfigurationen ändern zu können.
  • Externe Partner, etwa Wartungsdienstleister, können gezielt auf einzelne Anlagen oder Ansichten freigeschaltet werden.

Wichtig ist, dass das Benutzermodell mit dem Wachstum des Systems mithalten kann. Wenn Sie neue Standorte hinzufügen, sollten bestehende Rollenstrukturen auf neue Projekte übertragbar sein, ohne dass Sie jede Berechtigung von Grund auf neu konfigurieren müssen. Multiuser-Editing, also die gleichzeitige Arbeit mehrerer Benutzer an Visualisierungen und Konfigurationen, erhöht dabei die Effizienz im Team erheblich.

Wie wächst ein Fernüberwachungssystem mit neuen Standorten mit?

Ein Fernüberwachungssystem für mehrere Standorte wächst mit neuen Standorten mit, indem Sie für jeden neuen Standort lediglich einen weiteren Cloud-Adapter installieren und in das bestehende Projekt einbinden. Bestehende Dashboards, Alarmregeln und Benutzerrechte lassen sich auf neue Standorte übertragen, ohne das System grundlegend neu aufzusetzen.

Skalierung funktioniert in der Praxis auf mehreren Ebenen:

  • Technisch: Jeder neue Standort wird über denselben Adapter-Typ angebunden. Unterstützte Protokolle und Plattformen bleiben konstant, egal ob Sie Linux, Windows oder spezialisierte Steuerungsplattformen einsetzen.
  • Organisatorisch: Neue Standorte erscheinen automatisch in der Kartenansicht und können sofort in standortübergreifende Auswertungen einbezogen werden.
  • Wirtschaftlich: Flexible Abonnementmodelle erlauben es, die Lizenzkosten an die tatsächliche Anzahl der Standorte und Datenpunkte anzupassen, ohne für zukünftiges Wachstum im Voraus zu bezahlen.

Ein weiterer Aspekt ist die Vernetzung zwischen Standorten. Wenn Ihre Anlagen nicht nur überwacht, sondern auch miteinander kommunizieren sollen, etwa um Lastspitzen standortübergreifend zu koordinieren oder Messwerte von einem Standort als Steuergröße an einem anderen zu nutzen, lässt sich das über die Cloud-Plattform ohne zusätzliche Netzwerkinfrastruktur realisieren. Die Plattform übernimmt die Vermittlung zwischen den Steuerungen, unabhängig von deren geografischer Lage.

Wie AnyViz von Mirasoft standortübergreifende Fernüberwachung umsetzt

Wir bei Mirasoft haben AnyViz genau für diese Anforderungen entwickelt: eine Cloud-Plattform, die Fernüberwachung für einzelne Anlagen genauso unterstützt wie für komplexe, standortübergreifende Infrastrukturen. Dabei setzen wir auf schnelle Inbetriebnahme, offene Protokollunterstützung und ein Sicherheitskonzept, das ohne Firewall-Anpassungen auskommt.

Was AnyViz für die Skalierung über mehrere Standorte konkret bietet:

  • Anbindung in wenigen Minuten über OPC-UA, Modbus, Siemens TCP, Beckhoff ADS, BACnet, MQTT und weitere Protokolle
  • Lokale Zwischenspeicherung bei Verbindungsausfall mit automatischer Synchronisation
  • Kartenansicht aller Standorte mit Echtzeit-Alarmstatus und GPS-Unterstützung für mobile Anlagen
  • Rollenbasierte Benutzerverwaltung für Teams, externe Partner und standortspezifische Verantwortliche
  • Condition Monitoring mit Alarmierung per E-Mail, Push, SMS oder Sprachanruf
  • Vernetzung von Steuerungen über Standortgrenzen hinweg ohne zusätzliche Netzwerkinfrastruktur
  • White-Label-Option für Automatisierer, die eine eigene Plattform unter eigenem Namen betreiben möchten

Wenn Sie sehen möchten, wie sich Ihre Standorte in AnyViz abbilden lassen, können Sie die Plattform ohne Vorabkosten testen: Jetzt kostenlos registrieren und den vollen Funktionsumfang direkt erkunden.

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