AnyViz Cloud Logo
  • AnyViz
  • Vorteile
    • Konzept
    • Cloud Systemkonstellationen
    • OEM Cloud Instanz
    • VPN Cloud Zugriff
    • Sicherheit
  • Lösungen
    • IIoT
    • Industrie 4.0
    • Cloud HMI
    • Energiemanagement
    • Gebäudeautomation
    • Wasserversorgung
    • Machine to Machine
    • Fernüberwachung
    • Energiedatenerfassung
    • Abwasserbehandlung
    • Smart-Grid
  • Ankopplung
    • Cloud Adapter
    • Erste Schritte
    • IoT Gateway
  • FAQ
  • Funktionen
deDE
AnyViz Portal
de
Portal

Welche Möglichkeiten gibt es, Maschinen und Anlagen mit einer Cloud zu verbinden?

vor 2 Tagen
Knowledge Base
Industriekabel wird in einen minimalistischen Server-Knoten gesteckt, umgeben von geometrischen Linien auf weißem Untergrund.

Die Vernetzung von Maschinen und Anlagen mit der Cloud ist längst kein Zukunftsthema mehr. In der industriellen Praxis stellt sich heute weniger die Frage ob eine Cloud-Anbindung sinnvoll ist, sondern wie sie technisch am besten umgesetzt wird. Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab: der vorhandenen Infrastruktur, den eingesetzten Steuerungen, den Anforderungen an Sicherheit und Echtzeitfähigkeit sowie dem Budget und der verfügbaren Expertise.

Dieser Artikel führt Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Konzepte und Verbindungsarten. Sie lernen, welche Protokolle und Standards in der industriellen Praxis relevant sind, welche Rolle Gateway-Lösungen spielen und worauf Sie bei der Sicherheit achten müssen. Am Ende können Sie die richtige Verbindungsmethode für Ihr konkretes Projekt einschätzen.

Warum Maschinen und Anlagen mit der Cloud verbunden werden

Der Kern der Cloud-Anbindung liegt in einem einfachen Prinzip: Daten, die bisher lokal in einer Steuerung oder einem Netzwerk gespeichert wurden, werden für autorisierte Nutzer ortsunabhängig zugänglich gemacht. Das klingt technisch simpel, hat aber weitreichende praktische Konsequenzen.

Anlagenbesitzer können den Betriebsstatus ihrer Maschinen bequem per Smartphone einsehen, Parametrierungen vornehmen und im Störfall sofort reagieren, ohne vor Ort sein zu müssen. Für Maschinenhersteller eröffnet der Zugriff auf Betriebsdaten die Möglichkeit, Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln und vorausschauende Wartung anzubieten. Ein Techniker kann sich zunächst remote auf eine Anlage aufschalten und das Problem analysieren, bevor er überhaupt ins Auto steigt. Das reduziert Reaktionszeiten erheblich und senkt Wartungskosten spürbar.

Darüber hinaus entstehen durch die Cloud-Anbindung neue Geschäftsmodelle: Über zusätzliche Support- und Wartungsverträge lassen sich nach dem Verkauf einer Maschine weitere Einnahmen erzielen. Kunden erhalten durch die cloudgestützte Fernüberwachung einen konkreten Mehrwert, etwa Push-Benachrichtigungen im Störfall oder automatisch generierte Berichte. Die Wertschöpfung endet damit nicht mehr an der Ladentheke.

Welche Verbindungsarten es grundsätzlich gibt

Bevor Sie sich für eine konkrete Technologie entscheiden, ist es wichtig, die grundlegenden Verbindungsarchitekturen zu verstehen. Im industriellen Umfeld haben sich drei Hauptansätze etabliert.

Direkte Anbindung über die SPS

In vielen Anwendungsfällen kann die Steuerung selbst als Verbindungspunkt zur Cloud dienen. Moderne SPS-Systeme, insbesondere solche auf Basis von CODESYS oder Beckhoff, unterstützen direkte Cloud-Adapter, die auf der Steuerung oder ihrem Betriebssystem installiert werden. Ohne zusätzliche Hardware lässt sich so eine direkte Verbindung zur Cloud herstellen.

Anbindung über ein Gateway oder Edge-Device

Wenn die Steuerung selbst keine direkte Cloud-Kommunikation unterstützt, übernimmt ein zwischengeschaltetes Gerät diese Aufgabe. Dieses Gateway liest Daten aus der SPS aus, verarbeitet sie bei Bedarf lokal und leitet sie an die Cloud weiter. Dieser Ansatz ist besonders bei älteren Steuerungen oder heterogenen Anlagenlandschaften verbreitet.

Drahtlose Verbindungen für verteilte Anlagen

Für Anlagen, die über große Flächen verteilt sind, kommen drahtlose Übertragungstechnologien ins Spiel. WLAN eignet sich für Umgebungen mit vorhandener Netzwerkinfrastruktur und kurzen Distanzen. LoRaWAN hingegen ist für weiträumige, energieeffiziente Anwendungen konzipiert, bei denen Sensoren über Kilometer hinweg mit geringem Stromverbrauch kommunizieren müssen, etwa in der Landwirtschaft, bei dezentralen Energieerzeugern oder in Smart-City-Projekten. LoRaWAN überträgt dabei keine großen Datenmengen, ist aber ideal für zyklische Messwerte und Statusmeldungen.

Protokolle und Standards für die Cloud-Anbindung

Ein Protokoll ist die gemeinsame Sprache, in der Steuerungen, Gateways und Cloud-Plattformen miteinander kommunizieren. Die Wahl des richtigen Protokolls hängt von der eingesetzten Hardware, den Anforderungen an Echtzeitfähigkeit und der vorhandenen Infrastruktur ab.

Die wichtigsten Protokolle im industriellen Umfeld sind:

  • OPC-UA: Der offene Standard für herstellerübergreifende Kommunikation in der Industrie. OPC-UA unterstützt strukturierte Datenmodelle und integrierte Sicherheitsmechanismen und gilt als bevorzugtes Protokoll für Industrie-4.0-Anwendungen.
  • MQTT: Ein schlankes Publish-Subscribe-Protokoll, das besonders für ressourcenbeschränkte Geräte und instabile Verbindungen geeignet ist. MQTT ermöglicht die Cloud-Anbindung ganz ohne zusätzlichen Cloud-Adapter, sofern die Steuerung das Protokoll unterstützt.
  • Modbus: Ein bewährter Standard, der in vielen älteren Anlagen und Feldgeräten verbreitet ist. Modbus ist einfach, robust und wird von nahezu allen Gateways unterstützt.
  • Siemens TCP / Beckhoff ADS / EtherNet/IP: Herstellerspezifische Protokolle, die eine direkte Kommunikation mit den jeweiligen Steuerungssystemen ermöglichen.
  • BACnet / M-Bus: Protokolle, die vor allem in der Gebäudeautomation und bei Zählern und Energiemessgeräten eingesetzt werden.

Ein häufiges Missverständnis: Viele Anwender glauben, sie müssten sich für ein einziges Protokoll entscheiden. In der Praxis unterstützen moderne Gateways und Cloud-Adapter mehrere Protokolle gleichzeitig, sodass Sie heterogene Anlagenlandschaften mit einer einzigen Lösung anbinden können.

Gateway-Lösungen und Edge-Devices als Bindeglied

Aufbauend auf dem Verständnis der Protokolle lässt sich nun die Rolle von Gateways und Edge-Devices genauer einordnen. Ein Gateway ist ein Gerät oder eine Softwarekomponente, die zwischen der Steuerungsebene und der Cloud vermittelt. Es übersetzt Protokolle, puffert Daten bei Verbindungsunterbrechungen und kann einfache Vorverarbeitungsaufgaben übernehmen.

Softwarebasierte Gateways, sogenannte Universal Cloud Adapter, verwandeln beliebige Geräte mit Linux- oder Windows-Betriebssystem in ein IoT-Gateway. Sie sind unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware und unterstützen ARM-, 32-Bit- und 64-Bit-Architekturen. Das macht sie besonders flexibel: Ein handelsüblicher Industrie-PC, ein Raspberry Pi oder ein vorhandener Server können so zur Schnittstelle zwischen Anlage und Cloud werden.

Edge-Devices gehen einen Schritt weiter: Sie verarbeiten Daten lokal, bevor sie in die Cloud übertragen werden. Das reduziert die übertragene Datenmenge, ermöglicht schnellere lokale Reaktionen und schützt sensible Produktionsdaten. Für Anwendungen, bei denen Latenz kritisch ist oder die Internetverbindung instabil sein kann, ist ein Edge-Device oft die bessere Wahl gegenüber einer rein cloudbasierten Architektur.

Ein praktisches Beispiel: Mehrere Produktionsanlagen an verschiedenen Standorten können über Gateways miteinander kommunizieren. Dezentrale Energieerzeuger lassen sich so zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenschließen, das einen automatischen Lastausgleich ermöglicht. Auch Flottenmanagement und Tracking-Anwendungen profitieren von dieser Architektur.

Sicherheitsaspekte bei der industriellen Cloud-Verbindung

Sicherheit ist bei der industriellen Cloud-Anbindung kein optionales Add-on, sondern eine grundlegende Anforderung. Die zunehmende Vernetzung von Produktionsanlagen vergrößert die Angriffsfläche erheblich, und ein Sicherheitsvorfall kann im schlimmsten Fall den Produktionsbetrieb gefährden.

Drei Prinzipien sollten Sie bei jeder Cloud-Anbindung beachten:

  1. Keine offenen Firewall-Ports: Eine sichere Cloud-Verbindung baut die Verbindung von innen nach außen auf, ähnlich wie ein Browser eine Webseite aufruft. Eingehende Verbindungen von außen, die offene Ports in der Firewall erfordern, sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko und sollten vermieden werden.
  2. Verschlüsselung auf Steuerungsebene: Daten sollten bereits auf der Steuerung verschlüsselt werden, bevor sie das lokale Netzwerk verlassen. So sind sie auch bei einer Kompromittierung des Übertragungswegs geschützt.
  3. Lokale Datenpufferung bei Verbindungsausfall: Eine robuste Lösung speichert Daten lokal zwischen, wenn die Cloud-Verbindung unterbrochen wird, und überträgt sie nach Wiederherstellung der Verbindung. So gehen keine Messwerte verloren.

Für Szenarien, in denen Sie vollen Netzwerkzugriff auf eine entfernte Anlage benötigen, etwa um ein SPS-Programm zu aktualisieren oder auf lokale Webvisualisierungen zuzugreifen, bietet sich eine integrierte VPN-Lösung an. Über einen VPN-Fernzugriff können Sie sicher auf das Netzwerk vor Ort zugreifen, ohne zusätzliche Hardware oder komplexe Netzwerkkonfigurationen. Wenn Sie verschiedene Fernzugriffsmethoden wie VPN, VNC und Web-Routing vergleichen möchten, finden Sie in unserem Artikel zu den Möglichkeiten für sicheren Fernzugriff eine detaillierte Gegenüberstellung.

Die richtige Verbindungsmethode für das eigene Projekt wählen

Mit dem Wissen über Verbindungsarten, Protokolle, Gateways und Sicherheitsanforderungen können Sie nun eine fundierte Entscheidung für Ihr konkretes Projekt treffen. Es gibt keine universell richtige Antwort, aber es gibt klare Kriterien, die die Wahl eingrenzen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welche Steuerungen sind vorhanden? Moderne SPS mit CODESYS oder Beckhoff können oft direkt angebunden werden. Ältere Steuerungen benötigen ein Gateway.
  • Wie ist die Netzwerkinfrastruktur beschaffen? Bei vorhandenem Ethernet-Netzwerk sind kabelgebundene Protokolle wie OPC-UA oder Modbus TCP die erste Wahl. Für weiträumige, verteilte Anlagen ohne Kabelinfrastruktur bieten sich WLAN oder LoRaWAN an.
  • Wie viele Daten müssen übertragen werden? Hochfrequente Prozessdaten erfordern leistungsfähige Verbindungen. Für zyklische Statusmeldungen reicht MQTT oder LoRaWAN vollkommen aus.
  • Welche Sicherheitsanforderungen gelten? In kritischen Infrastrukturen oder bei sensiblen Produktionsdaten sollten Sie auf Lösungen setzen, die Verschlüsselung auf Steuerungsebene und ausgehende Verbindungen ohne offene Ports bieten.
  • Soll die Lösung skalieren? Wenn das Projekt wachsen soll, etwa von einer einzelnen Maschine zu einem standortübergreifenden Energiemanagementsystem, lohnt sich von Anfang an eine flexible Plattform, die mehrere Protokolle und Standorte unterstützt.

In der Praxis beginnen viele Projekte klein: eine Maschine, ein Gateway, ein Protokoll. Mit wachsenden Anforderungen kommen weitere Standorte, Gewerke und Protokolle hinzu. Eine modulare Architektur, die sich schrittweise erweitern lässt, ist daher langfristig die wirtschaftlichere Wahl gegenüber einer starren Einzellösung.

Wie wir Sie bei der Cloud-Anbindung unterstützen

Wir von AnyViz haben unsere Plattform genau für die Anforderungen entwickelt, die in diesem Artikel beschrieben werden: heterogene Steuerungslandschaften, unterschiedliche Protokolle, wachsende Projekte und hohe Sicherheitsansprüche. Dabei entwickelt und betreibt die Mirasoft GmbH & Co. KG AnyViz als Cloud-Portal für industrielle Fernüberwachung und Automatisierung.

Konkret unterstützen wir Sie mit folgenden Leistungen und Eigenschaften:

  • Anbindung in wenigen Minuten über gängige Protokolle wie OPC-UA, MQTT, Modbus, Siemens TCP, Beckhoff ADS, EtherNet/IP, BACnet, M-Bus und CODESYS, ohne Programmierkenntnisse vorauszusetzen
  • Direktanbindung über die SPS für CODESYS- und Beckhoff-Steuerungen sowie MQTT-Anbindung ganz ohne zusätzlichen Cloud-Adapter
  • Universeller Cloud Adapter für Linux und Windows, der beliebige Geräte in ein IoT-Gateway verwandelt, unabhängig von Architektur und Hersteller
  • Integrierte VPN-Lösung für sicheren Fernzugriff auf das Netzwerk vor Ort, ohne offene Firewall-Ports
  • Verschlüsselung bereits auf Steuerungsebene sowie lokale Datenpufferung bei Verbindungsunterbrechungen
  • Skalierbare Subscriptions, die von der einfachen Maschinenüberwachung bis zu komplexen standortübergreifenden Projekten wachsen
  • White-Label-Option für Automatisierer, die eine eigene Lösung unter eigenem Produktnamen anbieten möchten

Wenn Sie sehen möchten, wie sich diese Möglichkeiten in der Praxis anfühlen, können Sie AnyViz ohne Verpflichtung ausprobieren: Jetzt kostenlos registrieren und die Plattform mit Ihren eigenen Anlagen und Steuerungen testen.

Ähnliche Artikel

  • Wie lassen sich SPS-Steuerungen aus der Ferne programmieren und warten?
  • Wie funktioniert die Alarmierung bei Störungen an Maschinen und Anlagen?
  • Wie sicher ist Fernzugriff auf Industrieanlagen?
Vorheriger Beitrag
Wie lassen sich bestehende Maschinen nachträglich an eine Cloud anbinden?
Nächster Beitrag
Welche Schnittstelle eignet sich für die Cloud-Anbindung von Maschinen?

Neueste Beiträge

  • Welche Schnittstelle eignet sich für die Cloud-Anbindung von Maschinen?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Maschinen und Anlagen mit einer Cloud zu verbinden?
  • Wie lassen sich bestehende Maschinen nachträglich an eine Cloud anbinden?
  • Wie lässt sich per VNC aus der Ferne auf ein Bedienpanel zugreifen?
  • Fernzugriff im Servicefall: Vom Alarm bis zum Zugriff auf die Steuerung

Archiv

  • 2026 (77)
  • 2025 (4)
  • 2024 (3)
  • 2023 (2)
  • 2022 (5)
  • 2021 (5)
  • 2020 (1)
  • 2019 (4)
  • 2018 (8)
  • 2017 (3)

Kategorien

  • Automation (20)
  • IoT Gateway (5)
  • Knowledge Base (75)
  • Neue Funktionen (15)
  • News (9)
  • Veranstaltungen (5)

Mirasoft Logo

© 2025 AnyViz
Made with by Mirasoft

AnyViz

Blog
Referenzen
Online Hilfe
Changelog
Medien
Impressum
Datenschutz
AGB

Themen

Erste Schritte
Ankopplung
Konzept
Systemkonstellationen
OEM Cloud Instanz
VPN Cloud Zugriff
Funktionen
Sicherheit

Kontakt

+49 (0) 9351 9793 320

info@anyviz.de

X
YouTube
LinkedIn
Xing
RSS