Gleitender Mittelwert
Der Gleitende Mittelwert (MOV) bildet den Mittelwert eines numerischen Datenpunkts über ein mitlaufendes Zeitfenster, z.B. über die jeweils letzte Stunde. Er glättet kurze Schwankungen und wird z.B. in der Wasserwirtschaft benötigt, wo Grenzwerte häufig als gleitender Stundenmittelwert vorgegeben sind.
Funktionsparameter
| Quelle | Numerischer Datenpunkt, dessen Mittelwert gebildet wird. |
| Zeitfenster | Zeitraum, über den gemittelt wird (z.B. 1 Stunde). |
Funktionsweise
Im Gegensatz zu einem Stundenmittelwert, der immer zur vollen Stunde neu beginnt, wandert das Zeitfenster laufend mit. Um 10:25 Uhr wird also über den Zeitraum von 9:25 bis 10:25 Uhr gemittelt, um 10:26 Uhr über 9:26 bis 10:26 Uhr usw.
Der Mittelwert ist zeitgewichtet: Jeder Wert geht mit der Dauer ein, für die er gültig war. Ein Wert, der 50 Minuten lang anlag, zählt also stärker als ein Wert, der nur 10 Minuten anlag, unabhängig davon, wie oft die Quelle ihren Wert gesendet hat.
Hinweise
- Je größer das Zeitfenster, desto glatter, aber auch träger ist der Verlauf.
- Direkt nach dem Anlegen ist noch kein vollständiges Zeitfenster vorhanden. Der Mittelwert bezieht sich dann auf den bisher verfügbaren Zeitraum.
- Werden die Daten einer Offline-Zeit der Quelle nachträglich übertragen, wird der Mittelwert für diesen Zeitraum nachberechnet.