Schwellwertschalter
Der Schwellwertschalter (HYST), in der Regelungstechnik auch Zweipunktregler genannt, macht aus einem numerischen Datenpunkt einen logischen Datenpunkt. Er schaltet ein, wenn ein Wert eine Einschaltschwelle erreicht, und aus, wenn er eine Ausschaltschwelle erreicht.
Funktionsparameter
| Quelle | Numerischer Datenpunkt, der überwacht wird (z.B. Temperatur, Druck oder Füllstand). |
| Einschaltschwelle | Wert, bei dem der Ausgang einschaltet. |
| Ausschaltschwelle | Wert, bei dem der Ausgang ausschaltet. |
Funktionsweise
Zwischen den beiden Schwellen behält der Ausgang seinen bisherigen Zustand bei. Dieser Abstand wird Hysterese genannt und verhindert, dass der Ausgang ständig hin- und herschaltet, wenn der Wert um eine einzelne Grenze schwankt.
Je nachdem, welche Schwelle höher liegt, ergeben sich zwei Anwendungsfälle:
- Einschaltschwelle oberhalb der Ausschaltschwelle: Der Ausgang schaltet bei steigenden Werten ein. Beispiel Kühlung: Einschaltschwelle 8 °C, Ausschaltschwelle 6 °C.
- Einschaltschwelle unterhalb der Ausschaltschwelle: Der Ausgang schaltet bei fallenden Werten ein. Beispiel Heizung: Einschaltschwelle 19 °C, Ausschaltschwelle 21 °C.
Hinweise
- Ein größerer Abstand zwischen den Schwellen führt zu selteneren Schaltvorgängen, aber zu größeren Schwankungen des überwachten Werts.
- Um kurze Spitzen zu ignorieren, kann ein Gleitender Mittelwert als Quelle oder eine nachgeschaltete Einschaltverzögerung genutzt werden.