Externe Datenquellen
Externe Datenpunkte beinhalten Informationen von externen Datenquellen, wie Wetterdiensten, Strombörsen oder anderen API-Schnittstellen.
Externe Datenquelle erstellen
Im Objektbaum kann im Knoten Externe Datenquellen über das Symbol eine neue externe Datenquelle erstellt werden.
Neben benutzerdefinierten Datenquellen stehen mehrere von AnyViz vordefinierte Datenquellen zur Verfügung:
| Aktuelles Wetter | Durch Angabe von Ort und Einheitensystem kann das aktuelle Wetter am gewünschten Standort ermittelt werden. |
| Wettervorhersage | Durch Angabe von Ort und Einheitensystem wird die tägliche und stündliche Wettervorhersage abgerufen. |
| Luftverschmutzung | Aktuelle Daten zur Luftverschmutzung eines anzugebenen Ortes. |
| Börsenstrompreise | Großhandelspreise am Strommarkt (siehe Details) |
Benutzerdefinierte Datenquellen
Daten anderer Systeme können über zyklische GET- oder POST-Requests abgerufen werden, wenn die Daten im JSON-Format zur Verfügung stehen. Bei der Auswahl Benutzerdefiniert erscheinen folgende Optionen:
| Method | In den meisten Fällen werden Daten via GET abgerufen. Wenn jedoch ein Request-Body benötigt wird, muss POST ausgewählt werden. |
| URL | Die Request-URL zum Abruf der Daten |
| Request Body | Nur bei POST: Die in der Anfrage zu übertragende Nutzlast im JSON-Format |
| Intervall | Aktualisierungsintervall in Minuten |
| Benutzerdefinierte Header | Wenn die Gegenstelle weitere Request-Header (z.B. zur Authentifizierung) benötigt, können diese in Form einer Schlüssel/Werte-Liste angegeben werden. |
Achtung: Die URL von benutzerdefinierten Datenquellen muss erst freigeschaltet werden. Bitte kontaktieren Sie hierfür den AnyViz Support.
Import historischer Daten
Neben Live-Daten können über benutzerdefinierte Datenquellen auch historische Daten importiert werden. Liefert die Gegenstelle eine Zeitreihe, d.h. eine Liste von Werten mit jeweils eigenem Zeitstempel, wird diese automatisch erkannt. Die Werte werden dabei mit ihrem originalen Zeitstempel in die Datenaufzeichnung übernommen.
Eine Zeitreihe wird erkannt, wenn die JSON-Antwort ein Array von Objekten enthält, bei dem jedes Objekt einen Zeitstempel besitzt, z.B.:
[
{ "time": "2026-10-29T08:00:00Z", "temperature": 12.4, "humidity": 81 },
{ "time": "2026-10-29T09:00:00Z", "temperature": 13.1, "humidity": 78 }
]
| Zeitstempel | Der Zeitstempel muss in einer Eigenschaft mit dem Namen time, timestamp, stamp, t oder ts enthalten sein. |
| Zeitformate |
Unterstützt werden Datums-Strings (z.B. ISO 8601 2026-10-29T08:00:00Z), das kompakte Format yyyyMMddHHmmssfff (z.B. 20261029080000000)
sowie Unix-Zeitstempel in Sekunden oder Millisekunden. Zeitangaben ohne Zeitzone werden als UTC interpretiert.
|
| Zeitbereich | Es werden nur Zeitstempel erkannt, die maximal 10 Jahre in der Vergangenheit und maximal einen Monat in der Zukunft liegen. |
| Werte | Enthält jedes Objekt neben dem Zeitstempel nur einen Wert, entsteht ein Symbol mit dem Pfad des Arrays. Bei mehreren Werten wird für jede Eigenschaft ein eigenes Symbol angelegt (im Beispiel oben temperature und humidity). Unterstützt werden Zahlen, Texte und boolesche Werte. Einträge ohne gültigen Wert werden übersprungen. |
Symbole, die eine Zeitreihe enthalten, werden in der Symbolauswahl zusätzlich mit dem Symbol gekennzeichnet. Beim Anlegen eines solchen Datenpunktes kann unter Aufzeichnung zwischen folgenden Optionen gewählt werden:
- Keine: Es wird keine Historie gespeichert. Der Datenpunkt übernimmt lediglich den neuesten Wert der Zeitreihe.
- Automatischer Import: Alle Werte der Zeitreihe werden mit ihrem originalen Zeitstempel in die Datenaufzeichnung übernommen. Der aktuelle Wert des Datenpunktes entspricht dem neuesten Eintrag.
Hinweis: Bei jeder Abfrage werden nur Werte importiert, deren Zeitstempel neuer als der zuletzt übernommene Wert ist. Bereits importierte Zeiträume werden somit nicht doppelt gespeichert, nachträglich gelieferte ältere Werte jedoch auch nicht ergänzt. Die Antwort der Gegenstelle darf maximal 512 KB groß sein.